Weniger Schmerzen und bessere Beweglichkeit mit der Elogenics™-Fingerprothese.
Eine neue Chance für die Behandlung von Rheuma und Arthrose an der Hand.
Durch ihr einzigartiges Design, das an die natürlichen Gelenkverhältnisse angepasst ist, gewährt die Elogenics™-Fingerprothese einen nahezu physiologischen Bewegungsumfang, weniger Schmerzen und ein ansprechendes kosmetisches Ergebnis. Diese Prothese ist deshalb weit mehr als ein reiner Platzhalter. Das zeigen die klinischen Ergebnisse und das ist auch das wesentliche Fazit eines wissenschaftlichen Symposiums im Institut für Anatomie der Universität Köln. Das Einführungssymposium mit Workshop für die Elogenics™-Fingerprothese wurde von Prof. Dr. Frank-Wolfgang Hagena von der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen und Prof. Dr. Hans Christoph Meuli vom Lindenhofspital in Bern, den Autoren dieser Fingergrundgelenk-Prothese, geleitet.
Für die arthroplastische Versorgung der Fingergrundgelenke stand bislang keine wirklich vergleichbare Prothese zur Verfügung. Gekoppelte Prothesen schränken den Bewegungsumfang meist ein und lockern sich wegen der hohen Krafteinleitung. Silikonspacer neigen zum Verschleiß und liefern funktionell keine guten langfristigen Ergebnisse. Die Elogenics™-Fingerprothese ist eine anatomisch geformte, nicht gekoppelte Prothese. Sie wird zementfrei über vier im Querprofil gekreuzte Titan-Lamellen im Knochen fixiert. Metakarpalkopf- und die Grundglied-Basiskomponente sind aus Materialien gefertigt, die sich schon in der Hüftendoprothetik bewährt haben. Es handelt sich dabei um eine sauerstoffgehärtete Titan-Schmiedelegierung und ultrahochmolekulares Polyethylen. Dr. Claude Rieker berichtete, dass Labortests keinen Verschleiß haben nachweisen können. Die Kugelform der Artikulationsfläche ist eine gute Annäherung an die natürliche Form des Metakarpalkopfs mit guten klinischen Ergebnissen. Für die korrekte Wiederherstellung der Weichteilbalance sind - wie Prof. Meuli in Köln erläuterte – zudem Aussparungen in den Kugelkopf eingelassen worden.
Dr. Bernd Mayer und Prof. Dr. Frank-W. Hagena von der Auguste-Viktoria-Klinik in Bad Oeynhausen stellten ihre klinischen Ergebnisse seit 2001 vor. Sie haben in den letzten vier Jahren mehr als 70 Patienten mit der Elogenics™-Fingerprothese versorgt. 25 davon im Rahmen einer klinischen Studie. Die mittlere Nachbeobachtungszeit beträgt derzeit neunzehn Monate. Siebzehn Studienpatienten litten unter Rheuma, sieben unter Arthrose. Bei einem Patienten musste ein Silikonspacer ausgetauscht werden. Durch die Implantation der Elogenics™-Fingerprothese konnte das Streckdefizit im Gesamtkollektiv um rund 6°, bei den Rheumatikern um rund 8° reduziert werden. Die Ulnardeviation lag vor der Operation bei durchschnittlich 18°, nach der Operation bei durchschnittlich 12°. Die Schmerzen wurden nahezu bei allen Patienten deutlich reduziert. Auch die Gebrauchsfähigkeit der Hand wurde als überwiegend gut eingestuft.
Auch Dr. Guido Schmitz-Elvenich und Dr. Jochen Gottstein vom Eduardus-Krankenhaus in Köln stellten ihre prospektiv erhobenen, klinischen Studien-Ergebnisse vor. Dort wurden in den letzten Monaten 19 Patienten operiert, die meisten wegen einer rheumatischen Arthritis. Die mittlere Nachbeobachtungszeit liegt zurzeit bei zehn Monaten. Bei diesen Patienten beeindruckte vor allem die Schmerzreduktion. 78 Prozent gaben an, in den operierten Gelenken keine Schmerzen mehr zu haben. Der Bewegungsumfang war um 5° verbessert worden. Bei den Komplikationen zeigten sich vor allem Luxationen, die auf die anfänglich unzureichend berücksichtigte Weichteil-Balance zurückzuführen waren. Dieses konnte durch Revisionen ohne Wechseloperation korrigiert werden.
Prof. Dr. Hagena konnte feststellen, dass von den inzwischen mehr als 135 implantierten Elogenics™ Fingerprothesen weniger als 5 % hatten revidiert werden müssen. Die Röntgenergebnisse weisen allgemein eine gute knöcherne Einheilung auf. Die klinischen Ergebnisse mit der Elogenics™-Fingerprothese können derzeit als sehr gut eingestuft werden. Bleibt abzuwarten, welche Standzeiten und welche langfristigen Ergebnisse sich ergeben werden.



