Your web browser is out of date. For the best experience on Zimmer websites please upgrade to the latest version of Internet Explorer, Chrome, or Firefox.

Zimmer, Inc.

Welche Risiken birgt eine Knieoperation?

risk-knee-surgery-banner

Seit mehr als 30 Jahren verzeichnen Knieoperationen eine hohe Erfolgsrate. Gemäß der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (NIH) berichten 9 von 10 Patienten, die sich einer Knieoperation unterziehen, von einer Verbesserung der Schmerzen, der Kniefunktion sowie der allgemeinen gesundheitsbezogenen Lebensqualität.1 Und weil die Medizin immer mehr neue Materialien und Verfahren entwickelt, fallen auch die Ergebnisse immer besser aus. Die Komplikationsrate nach einer Knieersatzoperation ist niedrig. Schwere Komplikationen wie Kniegelenksinfektionen treten bei ungefähr 2% der Patienten auf.2 Schwere medizinische Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall treten sogar noch deutlich seltener auf. (Natürlich können chronische Krankheiten das Risiko für Komplikationen erhöhen).

Jede Operation birgt Risiken und Vorteile. Ihre Operationsergebnisse hängen von Ihren persönlichen Umständen ab und die Genesung benötigt Zeit. Eine Erfolgsgarantie kann nie gegeben werden. Zu den Vorteilen können jedoch Schmerzlinderung und die wiederhergestellte Funktion des Knies gehören.

Jede der folgenden Reaktionen oder Komplikationen kann während und nach der Operation auftreten und muss dann gegebenenfalls ärztlich behandelt werden (z. B. auch durch eine weitere Operation). Manchmal muss das Implantat auch entfernt werden

Blutgerinnsel

Die Bildung von Blutgerinnseln in den Beinvenen ist eine der häufigsten Komplikationen, die im Rahmen einer Knieersatzoperation auftreten können.Ihr Chirurg wird hierfür entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören das regelmäßige Anheben Ihrer Beine, Übungen für die Waden, um die Durchblutung zu fördern, Kompressionsstrümpfe sowie blutverdünnende Medikamente.

Infektion

Infektionen sind ein Risiko bei jeder Operation. Gemäß der US-amerikanischen Akademie der orthopädischen Chirurgie erleiden ungefähr 2% der Patienten in den ersten beiden Jahren eine Infektion. Wenn eine Infektion nach einer Knieoperation auftritt, wird diese hauptsächlich durch Bakterien verursacht, die über Zahnbehandlungen, die Harnwege, die Haut oder über eine Fingernagelinfektion in den Blutkreislauf gelangen. Diese Komplikationen sind nicht sehrhäufig, doch wenn sie auftreten, können diese die vollständige Genesung verzögern. 2

In den ersten beiden Jahren nach der Knieoperation müssen Sie vorbeugend Antibiotika einnehmen, bevor Sie sich einer Zahnbehandlung oder Operation unterziehen, bei der das Risiko besteht, dass Bakterien in Ihren Blutkreislauf geraten. Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Orthopäden und Ihrem Zahnarzt sprechen, ob Sie weiterhin Antibiotika vor weiteren Eingriffen benötigen.

Osteolyse

Der Knochen neben dem Knieimplantat kann sich abbauen (die so genannte Osteolyse), weil Ihr Körper auf Partikel reagiert, die verursacht werden durch:

  • direkten Kontakt mit den Metall- und Kunststoffkomponenten
  • Kontaktzwischen den Kniekomponenten und dem Knochenzement
  • Kontakt zwischen den Kniekomponenten und Ihren natürlichen Knochenpartikeln, welche zwischen den beweglichen Knieteilen vorhanden sind und die Entstehung von weiteren Partikeln verursachen oder zu einer Schädigung der Implantatkomponenten führen können.

Implantatbruch

Nach Kniegelenkersatzoperationen wurde von Implantatfrakturen berichtet. Diese werden in der Regel verursacht durch:

  • Patienten mit übertriebenen Leistungserwartungen
  • schwere und/oder übergewichtige Patienten
  • körperlich aktive Patienten.

Um das Risiko eines Implantatbruchs zu minimieren, ist es wichtig, den  ärztlichen Anweisungen zu folgen und übertriebene oder falsche Bewegungen vermeiden.

Weitere Risiken

 

  • Die Entfernung und/oder der Ersatz des Implantats oder seiner Komponenten kann später notwendig werden.
  • Es wurde von allergischen Reaktionen auf das Metall der Hüftimplantate berichtet, wenn auch nur sehrselten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Allergiesymptome bemerken.
  • Eine Ausrenkung kann durch eine falsche Positionierung der Implantatkomponenten auftreten.
  • Die Implantatkomponenten können sich aufgrund falscher Zementierung oder infolge von Stößen bei Stürzen oder Kollisionen lösen oder verschieben.

 

Wann ist ein Kniegelenkersatz nicht angezeigt?

Aufgrund der Risiken kann Ihr Arzt entscheiden, dass eine Kniegelenkersatzoperation in Ihrem Fall aus den folgenden Gründen nicht angezeigt ist:

  • Sie haben oder hatten eine Infektion.
  • Sie haben nicht genug Knochenmasse oder der Knochen ist nicht stark genug, um ein neues Knie zu tragen.
  • Sie haben verletzte Nerven im Kniebereich.
  • Sie haben verletzte oder nicht funktionsfähige Kniemuskeln.
  • Ihr Knie ist äußerst instabil.
  • Ihre Knochen sind nicht voll ausgewachsen oder entwickelt.
  • Sie leiden an erheblichem Knochenschwund oder schwerer Abnahme der Knochensubstanz (Osteoporose).
  • Ihr Kniegelenk wurde bereits zuvor fixiert und ist stabil, funktionsfähig und schmerzfrei.
  • Sie leiden unter rheumatoider Arthritis und akuten Hautläsionen oder hatten in der Vergangenheit Hautläsionen (aufgrund eines erhöhten Infektionsrisikos).

Literaturverzeichnis:

 

  1. Consensus Statement on total knee replacement. NIH Consens State Sci Statements. 2003 08. - 10. Dez. ; 20(1): 1-34
  2. Total Knee Replacement [Internet]. American Academy of Orthopaedic Surgeons; April 2009 [zitiert am 20. Nov. 2011]. Nachzulesen auf: http://orthoinfo.aaos.org/topic.cfm?topic=a00389

 

 

Last Updated: 10 December,2012© 2012 Zimmer, Inc. (owner of site) version 6.0